Bausenator Andreas Geisel treibt Umbau von Karstadt und dem Hermannplatz voran

Der Kaufhaus-Konzern Signa will die Karstadt-Filiale am Hermannplatz grundlegend umbauen. Bausenator Andreas Geisel ist dafür.

Berlins neuer Bausenator Andreas Geisel (SPD) will den umstrittenen Umbau des Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz zügig voranbringen. Geisel sagte der Berliner Morgenpost, es sei sinnvoll, „dort schnell einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen“. Und weiter: „Ich schlage dem Senat vor, das in den ersten 100 Tagen zu tun.“ Nachdem mehrere Jahre geredet wurde, sei man nun so weit, zu einer Entscheidung zu kommen, sagte Geisel, der zuletzt Innensenator war.

Nach derzeitigem Stand plant der Eigentümer des Gebäudeensembles, der österreichische Konzern Signa, das bestehende Haus zu entkernen und in Holzbauweise aufstocken, um die Kubatur des Ursprungsgebäudes von 1929 wieder herzustellen. Auch die beiden 60 Meter hohen Türme sollen wieder entstehen. Bezahlbarer Wohnraum soll auf 3000 bis 5000 Quadratmetern geschaffen werden, 3600 Quadratmeter sind zur gemeinwohlorientierten Nutzung vorgesehen. Vor allem in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg sowie beim Koalitionspartner, den Linken, stieß das Vorhaben aber immer wieder auf Kritik, Anwohner befürchteten eine Verdrängung.

kompletten Artikel lesen … Quelle … Berliner Morgenpost

Wir unterstützen und solidarisieren uns weiterhin mit der Initiative Hermannplatz und den Wünsche der Anwohnenden, so das die Umgestaltung des Hermannplatzes nicht zu Lasten der dort über Jahrzehnten geschaffenen Strukturen der Klein-*Gewerbetreibenden und Bewohner:innen des Kiezes geht. Hier eine der Pressemitteilungen der Initiative Hermannplatz, der wir nur beipflichten können:

Pressemitteilung-Initiative-Hermannplatz_nr9_01112021

Wir fordern

Keine Pseudobeteiligung! Die Planungsrechte müssen zwingend zurück an die Bezirke!

Stoppt die skrupellosen Baupläne von Signa!

Der Hermannplatz und seine Umgebung sind und bleiben das Zuhause der Menschen, die dort leben und arbeiten!

Signa raus!

Was passiert, wenn René Benko mit Signa als Investor in eine Stadt kommt, zeigte sich bei der Planung eines Shopping-Tempels in
Bozen/Südtirol. Es entstand eine psychologisch und marketingtechnisch perfekt geschmierte Maschinerie, vermeintlich unabhängige
Bürgergruppen, und sogar eine Pro-Benko-Partei. Entscheidungsträger*innen wurden von der Signa intensiv betreut und die
Bevölkerung mit Hochglanzbroschüren überschwemmt.

Die Gegner wurden dagegen mit Klagen und hohen Prozesskosten zu einer Vereinbarung gebracht, die dazu führte, sich künftig in der Öffentlichkeit nur noch positiv über Benkos Projekt zu äußern.

Wie schon eine Anfrage an das Abgeordnetenhaus im September 2019 ergab, sind laut der Recherche von Addendum unter den aktuellen und ehemaligen Finanziers der Signa Gruppe: (über Neue Shoppingmall am Hermannplatz)
● die russische Sberbank, die von der EZB beobachtet und zu
Strafzahlungen verurteilt wurde,
● die Falcon Private Bank, die aufgrund eines Geldwäscheskandals
beinahe ihre Banklizenz verloren hätte,
● und der wegen mutmaßlicher Korruption und Urkundenfälschung
angeklagt Diamantenhändler Beny Steinmetz.

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