Colosseum – Fast 100 Jahre und nun das AUS? oder Wo war das Bezirksamt?

Um das geschichtsträchtige Kino Colosseum als zweites Zuhause für Viele im Kiez und den Kulturstandort zu retten, haben sich die Mitarbeiter*innen zu “RettetDasColosseum” zusammengeschlossen. Sie  setzen sich dafür ein, nicht nur das Kino sondern auch das Haus so zu erhalten wie es seit fast 100 Jahren im Prenzlauer Berg existiert und in den 90er-Jahren ausgebaut wurde. Das Colosseum ist nicht nur ein Kino mit Angestellten die schon seit rund 20 Jahren dort gearbeitet haben. Auch für Schulklassen und der freien Kirche bot es Raum für Veranstaltungen und Vorführungen.

Das soll nun ein Ende haben?

NEIN, sagen nicht nur Mitarbeiter*innen, Kino-Gänger*innen und Sympathisant*innen.

Anstatt, wie geplant das Kino am 2. Juli wieder zu öffnen, versammelten sich hunderte Menschen, um zu trauern, ihren Unmut auszudrücken, zu kämpfen, zu demonstrieren, Solidarität mit den Mitarbeiter*innen zu zeigen, Reden zu halten, Bedarf anzumelden, zu bestätigen das dieser Ort auch ein Tal überleben kann & nicht aufgegeben werden sollte.

Auch HauptstadtTV berichtete über diesen Tag und führte Interviews mit Bundes- und Bezirkspolitiker*innen .

Ganz klar für uns ist, das wir uns mit den Mitarbeiter*innen für den Erhalt des traditionsreichen Kinos als wichtiger Standort für die Kiezkultur in Pankow solidarisieren und mit allen Kräften unterstützen.

Der bekannte Redakteur der PrenzelbergerStimme hat in 4 Artikeln nicht nur über die beinahe hundertjährige Geschichte des Kinos  berichtet, sondern deckte auf, das dem Bezirk schon im Jahr 2019 ein Bauvoranfrage für einen Büro-Neubau innerhalb des Geländes vom Eigentümer der Kino-Immobilie vorlag.  Aufgrund des Denkmalschutzes muss in diesem Fall geprüft werden ob die gewünschte Bebauung mit dem denkmalschützerischen Anliegen in Übereinstimmung sthet. Wie die Prenzelberger Stimme weiter berichtete wusste der zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn nach eigenen Angaben von den Vorgänge in seinem Hause nichts, da nicht das Kino Colosseum aufgeführt wurde, sondern nur die Adresse Schönhauser Allee 123.

In seinem letzten Artikel deckt der investigative Journalist der Prenzelberger Stimme auf, dass die Stadtentwicklungsabteilung von Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/ Die Grüneno) schon mindestens seit dem ersten Quartal 2019 von den Abriss- und Neubauplänen für das Kino Colosseum wusste. Das belegt eine E-Mail des Architekturbüros TCHOBAN VOSS Architekten GmbH an den Bereich Stadtplanung des Bezirksamtes Pankow.

hier die Links chronologisch zu den aufklärenden Artikeln:

Colosseum kaputt vom 29.05.2020

Kino „Colosseum“: Mehr als nur eine Panne vom 29.06.2020

Kino Colosseum: Überbordene Vergesslichkeit mit langem Vorlauf vom 21.07.2020

Kino Colosseum: Bezirksamt wusste bereits im 1. Quartal 2019 über Abriss- und Neubauplanung Bescheid vom 23.07.2020

Jeden Donnerstag Nachmittag stehen Mitarbeiter*innen, Anrainer*innen und Sympathisant*innen am Colosseum und kämpfen für den Erhalt, informieren Passant*innen, und berichten über aktuelle Entwicklungen.

Jetzt zusammenstehen: Das Kino Colosseum muss als Kulturstandort erhalten bleiben!

Kommt vorbei und unterstützt solidarisch den Erhalt dieses wertvollen Ortes, bringt euch ein mit Ideen und unterschreibt die Petition.

Die nächste größere Demonstration für den Erhalt des “Colosseum findet am 13.08.2020 ab 17:30 Uhr statt.

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